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UNSERE WURZELN.
AUF DEM RASEN.

Aus einer Idee am Stammtisch wurde 1972 unser Sportverein. Hier erinnern wir an die Anfänge auf dem Fußballplatz – und an den Teamgeist, der geblieben ist.

VEREINSGESCHICHTE · HEUTE KEIN AKTIVER FUSSBALLBETRIEB

Die Anfänge entdecken ↓

Die erste Mannschaft zum Start der Verbandsrunde 1973/74. Foto: Postl.

01 — AUS DEM WIRTSHAUS AUF DEN RASEN

EINE IDEE.
VIELE HELFENDE HÄNDE.

Im Sommer 1973 war es soweit: Der SV Steinbach wurde offiziell Teil des aktiven Spielbetriebs und trat in der C-Klasse Aschaffenburg an. Eine kleine Sensation für den damals noch jungen Verein und die rund 490 Einwohner der Gemeinde. In nur einem Jahr hatte sich der SVS von einer Stammtischidee zu einem ernstzunehmenden Sportverein entwickelt.

Die Initialzündung kam aus einer Runde fußballbegeisterter junger Männer zwischen 28 und 32 Jahren, die sich regelmäßig in der Gaststätte „Zum Grünen Tal“ trafen. Dort reifte die Idee, einen eigenen Verein zu gründen – mit dem Ziel, dem Ort sportliches Leben zu schenken. Gisbert Sauer ergriff die Initiative, kontaktierte Verbände und bereitete die Gründung vor. Am 17. Juni 1972 wurde der SV Steinbach ins Leben gerufen. Bereits 69 Personen traten spontan bei. Die erste Vorstandschaft setzte sich wie folgt zusammen:

1. Vorsitzender: Gisbert Sauer

2. Vorsitzender: Karl-Heinz Windischmann

Kassier: Karl Philipp

Schriftführerin: Elke Dahmen

Die größte Herausforderung war der fehlende Sportplatz. Doch durch tatkräftige Eigeninitiative stellte die Gemeinde zusammen mit einem privaten Unterstützer ein geeignetes Gelände zur Verfügung. Die Mitglieder leisteten in Eigenarbeit die Planierung, Umzäunung und Finanzierung von Ausrüstung – inklusive Spielerkleidung. Dabei wurde sogar ein kleines „Risiko“ eingegangen: Für die Platzfreimachung mussten sieben Bäume gefällt werden – ohne offizielle Genehmigung des Forstamts, was dem Verein später noch Schwierigkeiten einbrachte.

Trotzdem konnte der neue Sportplatz von der zuständigen Sportbehörde abgenommen werden. Die offizielle Planierung übernahm die Firma Gabriel Dreßler. Der SV Steinbach zählte zu diesem Zeitpunkt bereits 100 Mitglieder – eine beeindruckende Quote in einer Gemeinde mit unter 500 Einwohnern.

FUSSBALL FÜR STEINBACH.

Schon früh lag ein besonderer Fokus auf der Jugendarbeit. Montags trainierten die Jugendlichen, dienstags die Aktiven. Es gab auch Überlegungen, eine Frauenmannschaft zu gründen – das Interesse war da.

Das erste offizielle Punktspiel in der neuen Liga fand gegen die DJK Ringheim statt. Die Ziele waren realistisch: Man wollte nicht Letzter werden und Erfahrungen sammeln. Viel wichtiger als der sportliche Erfolg war für die Vereinsmitglieder jedoch, dass in Steinbach endlich eine Möglichkeit zum Fußballspielen geschaffen wurde – für die Jugend, für Gemeinschaft, für Zusammenhalt. Auch die älteren Generationen fanden ihren Platz: als Zuschauer, Unterstützer und als stolze Vereinsfreunde am Spielfeldrand.

ZUM HISTORISCHEN MANNSCHAFTSFOTO

Das erste Punktspiel in der Verbandsrunde 1973/74 tragen die Steinbacher Fußballer gegen die Mannen der DJK Ringheim aus. Die vielen Anhänger und Mitglieder des neuen Sportvereins werden sicher mit Anfeuerungsrufen die Mannschaft unterstützen. Die Elf kniend, von links: K. Zienow, W. Freund, R. Becker, D. Leder, W. Blaha, P. Banek, F. Rupp; stehend, von links: H. Böhm, K. Zenglein, K. Philipp, K. Hofmann, S. Fisch, E. Krem, G. Siemen, Vorstand G. Sauer. Foto: Postl

02 — AUS DEM VEREINSARCHIV

DAMALS AM
STEINBACHER SPORTPLATZ.

Vier Erinnerungen aus unserer Fußballzeit. Ein Klick öffnet das jeweilige Foto in voller Größe.

03 — FAIR PLAY SEIT 1980

HALTUNG VOR
TABELLENPLATZ.

Am 21. November 1980 wurde dem SV Steinbach im Gasthaus „Zum grünen Tal“ eine besondere Ehre zuteil: Die Deutsche Olympische Gesellschaft (DOG) verlieh dem Verein die Fair-Play-Plakette – als erster Fußballverein der Bundesrepublik.

Ausgezeichnet wurde nicht sportlicher Erfolg, sondern das vorbildlich faire Verhalten der Mannschaft trotz sportlich schwieriger Jahre. DOG-Vorsitzender Willi Beck lobte die Haltung des Vereins: „Fair play zeigt sich nicht nur im Sieg, sondern vor allem darin, wie man Niederlagen hinnimmt.“

Auch Landrat Roland Eller und Kreisspielleiter Erich Zahn würdigten den Verein und stellten weitere Unterstützung – z. B. beim geplanten Sportplatzbau – in Aussicht.

Diese Auszeichnung unterstreicht eindrucksvoll: Beim SV Steinbach stehen Teamgeist, Respekt und Durchhaltewillen über dem Ergebnis.

Presseartikel vom 24.11.1980 →

DOG-Vorsitzender Willi Beck (am Rednerpult) bei der Verleihung der „Fair-Play“-Plakette an Aktive und Funktionäre des SV Steinbach. Quelle: Foto: Liebler

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VEREINSGESCHICHTE.

Die Fußballjahre sind ein Kapitel unserer Geschichte. Mehr über den Verein, unsere Fahne und die Menschen hinter dem SV Steinbach findest du unter „Über uns“.

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